Interviews

18.08.2014

Warum Black Sea Circle sponsern? Interview mit Stefanie und Rafael Supper

Verrückt, aber charmant

Stefanie und Rafael Supper sponsern die Teilnahme von Markus Kotzur beim Black Sea Circle. Im Gespräch erzählen sie von ihrer Motivation.

 

Warum sponsert Ihr die Teilnahme?

Stefanie Supper: Zu aller erst natürlich, weil es eine tolle Aktion ist und irgendwie auch ein bisschen verrückt, aber charmant. Vermutlich auch, weil wir selber gerne mitfahren würden.
Es ist schon ein ganz besonderer Reiz, in der heutigen Zeit einen Moment aus dem geordneten Berufsleben auszubrechen und ein echtes Abenteuer erleben zu können.

 

Das klingt fast ein bisschen, als wärest Du neidisch.

SSU: Ein bisschen. Wir überlegen tatsächlich, ob wir nächstes Jahr nicht auch mitfahren. Rein zeitlich macht es keinen Unterschied, ob wir zwei Wochen Mallorca machen oder uns dieser Herausforderung stellen. Inhaltlich aber schon. Ich denke, ein solches Abenteuer würde uns stärker bereichern als jede Pauschalreise.

 

Ihr unterstützt Markus ja nicht nur, ihr sponsert ihn bewusst als Unternehmen. Warum?

Rafael Supper: Beim Black Sea Circle geht es um Grenzüberschreitung, um Grenzerweiterung, um Transformation. Es geht darum, sich auf etwas komplett Neues, Unbekanntes, Ungewohntes einzustellen. Es geht nonstop um Changes. Das, was man auf der Rallye erleben kann, ist das, worum es auch in unserer tagtäglichen Arbeit geht: die positive Kraft des Neuen und der Veränderung erleben und sich darauf einzulassen.

 

Welche weiteren Themen aus einer täglichen Arbeit werden Markus unterwegs begegnen – oder Euch im nächsten Jahr?

RSU: Es geht um Flexibilität. Es geht darum, dass das Team funktioniert und man mit jeder Situation klarkommt. Möglicherweise muss man auf Widerstände reagieren und last, but not least: die Richtung muss stimmen.

 

Grenzen, um sie zu überschreiten

 

Am 9. August startete die Schwarzmeer-Rallye, 16 Tage führt sie über unbekanntes Terrain und abseits ausgetretener Pfade einmal rund um Schwarze Meer. Mittendrin: Markus Kotzur, Berater bei Supper & Supper. Wir hatten vor der Abfahrt Gelegenheit, mit ihm zu sprechen.

 

Was erhofft Du Dir in den kommenden Tagen von der Rallye?

Ich hoffe, viele Eindrücke zu gewinnen, viele Menschen zu sehen und viel Neues kennen zu lernen: Grenzenlosigkeit, Länder, Sitten, Kulturen.

 

Wie kam es zu der Idee, an der Rallye teilzunehmen?

Ich habe einen ehemaligen Arbeitskollegen, den ich seinerzeit im Rheinland als Trainee eingestellt hatte, wieder getroffen. Der kam ursprünglich aus Berlin, hat dort auch studiert und ist zurückgekehrt. Nun ist er quasi mein Nachbar und wohnt vier Häuser weiter von mir. Bei dessen Geburtstags- und Einweihungsparty kam ich mit Leuten in Kontakt, die bei der Rallye mitfahren. Die haben mich dann nach dem dritten oder vierten Getränk verhaftet, mitzufahren.

 

Du beschäftigst Dich ja als Berater mit ganz anderen Sachen als mit Kartenlesen, Hubraum und Zeltaufstellen. Wo ist da der Zusammenhang für Dich?

Es geht darum, Veränderung zu erleben, also Dinge zu tun, die man normalerweise nicht macht und mit Situationen umzugehen, in denen man normalerweise nicht steckt. Das heißt nun nicht, dass ich mir wünsche, dass wir irgendwo liegen bleiben, aber mein Ziel ist es, dass ich Erfahrungen sammele, was Veränderungen in derartigen, ganz anderen Situationen bedeuten. Und zwar am eigenen Leib.

 

Wie war die Reaktion aus Deinem Umfeld, als Du gesagt hast: „Ich fahre da jetzt mit“?

Von 'Du bist verrückt, das ist doch zu gefährlich' hin zu 'Wow, geniale Sache, mach Fotos, schreib einen Blog, schicke uns Nachrichten, wir wollen wissen wie das ist, und bitte sag sofort Bescheid, wenn Du zurück bist, dass wir uns treffen können'. Also sehr gemischt.

 

Hast Du so etwas schon einmal gemacht, bist Du ein Abenteurer?

Ich wäre, glaube ich, gern einer, aber das ist jetzt die erste Sache dieser Art. Ich habe so etwas mit dem Fahrrad schon einmal unternommen, aber nicht in diesem Ausmaß. Deshalb freue ich mich wirklich besonders, denn dies ist wirklich mal etwas völlig anderes. Nicht der Komfort im Büro, sondern Auto, Zelt, Abenteuer.

 

Worauf freust Du Dich am meisten?

Ich freue mich darauf, vieles Verschiedenes zu sehen, verschiedene Landschaften zu sehen, und auch an die Grenzen zu kommen. Aber hoffentlich an Grenzen, die man überschreiten kann. ‚Du musst Deine Grenzen verschieben!’ - das predigt man immer im Businesskontext:, wenn man jetzt an Transaktionsanalyse oder themenzentrierte Aktion denkt. Aber das mal selber zu tun, wäre klasse. Schön wäre auch, Dinge zu lernen, die ich vorher nicht konnte und Dinge zu erleben, die ich vorher nicht kannte.